Maienlied - Petrus- und Paulusgemeinde Konstanz

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Wir über uns

Mai - Lied zum Mitsingen

Den Text dieses Liedes verfasste Martin Behm (1557–1622), lutherischer Pfarrer in Lauban/Niederschlesien und geistlicher Schriftsteller, als gereimtes Gebet in seinem 1606 veröffentlichten Kirchen Calender.
Dieses Lied passt auch in diesen Mai 2020, in dem wir wegen der Corona-Krise noch immer mit so viel Beschränkungen und Sorgen leben müssen. Ja, alles grünt und blüht um uns her, und daran erkennen auch wir die Güte Gottes, mit der er das Leben in seiner Schöpfung begleitet. Ich möchte mich daran freuen und Gott loben, dass sich überall spürbar neues Leben entwickelt.
Denn darauf baut ja meine Hoffnung auf, dass wir in der Krise neue Wege für ein gutes Miteinander finden und dass sich für uns als Gemeinschaft neue Lebens-gestaltungen auftun werden. Gott ist ein Gott des Lebens, er schickt nicht Krankheit und Verderben, aber er bleibt an unserer Seite, wenn sich Not und Leid einstellen. „Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein, damit sich’s möge schicken, fröhlich im Geist zu sein“, sind uns diese Worte nicht gerade aus der Seele gesprochen? Wir müssen ausharren und weiter abwarten, und was in Zukunft noch alles über uns kommen wird, ist ziemlich unklar. Aber klar ist und bleibt, dass Gottes Schöpferkraft weiter wirkt, in der Natur und auch in uns. Wenn wir „im Geist fruchtbar“ sind, dann sehen unsere „Früchte“ aus wie Geduld und Zuversicht, wie Einfallsreichtum und Fürsorge, wie Gebet und Mitanpacken.

Ich habe dieses Lied zum Mitsingen von meinem Schwager zum Mai-Beginn geschickt bekommen und möchte diese Freude gerne mit Ihnen in der Gemeinde teilen. Es singen Pfarrer Kornelius Gölz und seine Frau Christiane, und ich grüße Sie herzlich damit,

Ihre Pfarrerin Christine Holtzhausen


Singen wir nun gemeinsam

1. Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein!
Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein.
Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß;
drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloß’.

3. Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein,
damit sich’s möge schicken, fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben allein an deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben und weist des Himmels Pfort.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein,
und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

 
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