Ökumene Petershausen - Petrus- und Paulusgemeinde Konstanz

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Gemeindeleben > Gruppen und Projekte


Ökumenische Partnerschaft Petershausen

Ab dem 20. Mai 2012 ist eine Grundlage der ökumenischen Zusammenarbeit in Peterhausen eine Vereinbarung zur ökumenischen Partnerschaft zwischen der evangelischen Petrus- und Paulusgemeinde, der katholischen Seelsorgeeinheit Petershausen und der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Konstanz.

Schon seit vielen Jahren gibt es in Petershausen eine gewachsene ökumenische Zusammenarbeit. Grundlage sind zum einen viele ökumenische Veranstaltungen wie Gottesdienste und Schulgottesdienste, die Ökumenische Bibelwoche und der Ökumenische Arbeitskreis Petershausen. Aus letzterem kam auch die Anregung, unserer Zusammenarbeit eine verbindlichere Form zu geben und eine Ökumenische Partnerschafts-Erklärung zu unterzeichnen. Angeboten wird diese Form verbindlicher ökumenischer Zusammenarbeit von der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirche in Baden seit 2004.

Und das ist ein wichtiger Schritt für die Ökumene vor Ort! Denn wenn über Ökumene gesprochen wird, dann geht es meist recht schnell um die ganz großen Themen, insbesondere um das, was uns (noch) trennt: Unterschiedliches Abendmahls-Verständnis, der Papst, Marienfrömmigkeit und Heiligenverehrung, unterschiedliches Amtsverständnis, unterschiedliche Wertung von Schrift und Tradition. Doch Ökumene ist nicht erst dann, wenn andere sich ändern, sondern wenn man trotz aller Unterschiede zunächst einmal das Gemeinsame sucht und stärkt. Aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander Handeln darauf kommt es an.


Im Einzelnen treffen wir in der ökumenischen Partnerschafts-Erklärung deshalb folgende Absprachen:

Im ökumenischen Miteinander ist es wichtig, die geistlichen Gaben der verschiedenen christlichen Traditionen kennen zu lernen und so voneinander zu lernen. Daher verpflichten wir uns, das Leben unserer Gemeinden kennen zu lernen. Wir wollen Selbstgenügsamkeit überwinden und mögliche Vorurteile beseitigen, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein. Dazu sollen gegenseitige Einladungen zu Festen, zu besonderen Anlässen, sowie Grußworte dienen, etwa bei Erstkommunion, Konfirmation, Firmung oder Einsegnung. Einmal im Jahr findet eine gemeinsame Sitzung des Ökumenischen Arbeitskreises Petershausen unter Beteiligung der jeweiligen Leitungsgremien der 3 Gemeinden statt.

Unsere Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen und die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern. Zu folgenden Zeiten wollen wir einander einladen und/oder nach Möglichkeit gemeinsam Gottesdienst feiern: Adventliche Bußfeier (i. d. Regel am ersten Advent), Ökumenische Bußfeier mit Aschenkreuz an Aschermittwoch, Abschlussgottesdienst zur ökumenischen Bibelwoche, Abendgottesdienst vor Christi Himmelfahrt, Abendgottesdienst am Michaelistag.

Wir wollen gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen verkündigen. Daher verpflichten wir uns, auf folgenden Ebenen und in folgenden Arbeitsbereichen einander stets zu informieren bzw. gemeinsam zu handeln: Ökumenischer Arbeitskreis Petershausen; ökumenische Website Petershausen; Taizé-Fahrten; Schulanfängergottesdienste, Taizé-Andachten.

Viele Christinnen und Christen leben und wirken gemeinsam in Freundschaften, in der Nachbarschaft, im Beruf und in ihren Familien. Insbesondere konfessionsverbindende Ehen und Familien müssen darin unterstützt werden, Ökumene in ihrem Alltag zu leben. Wir verpflichten uns, die gemeinsame Trauung konfessionsverbindender Ehepartner den Ehepaaren/Brautpaaren anzuraten und gemeinsam vorzunehmen (Formular C).

Wir verpflichten uns weiter, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens dem entgegenstehen. Insbesondere vereinbaren wir, dass wir nach Formen der Beteiligung der jeweils anderen Konfessionen an Fronleichnam und an Buß- und Bettag suchen. Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit wollen wir prüfen, welche Möglichkeiten der Kooperation und der Zusammenarbeit sich in Zukunft ergeben.

Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit und Einheit ist von grundlegender Bedeutung. Wir verpflichten uns, die ökumenische Gemeinschaft im Dialog zwischen unseren Gemeinden gewissenhaft und intensiv fortzusetzen. Wenn Kontroversen in Fragen des Glaubens und der Ethik bestehen, wollen wir das Gespräch suchen und alle, auch strittige Fragen gemeinsam im Licht des Evangeliums und der Überlieferung unserer Kirchen erörtern. Dazu könnten gelegentlich auch thematische Informationsabende für die Gemeinden dienen.

Mit dieser Vereinbarung geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu fördern und zu entwickeln. So suchen wir der Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst gerecht zu werden zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Hinweis: Der volle Wortlaut der Vereinbarung kann gerne im Pfarramt eingesehen werden)
.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü