Verschiedene kirchliche Ereignisse - Petrus- und Paulusgemeinde Konstanz

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Gemeindeleben

Verschiedene kirchliche Ereignisse



Pilgern im September 2018

Irgendwann war er aufgetaucht, der Gedanke, einen Teil des Hohenzollerischen Jakobsweges zu erkunden.
Und dann hatte sich ein Grüppchen von 9 Pilgererfahrenen und Pilgerneulingen zusammen gefunden, um diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.
Am Sonntag, 1. September, starteten wir – 7 TeilnehmerInnen per Bahn, 2 TeilnehmerInnen mit einem Begleitfahrzeug – nach Hechingen.
Dort angekommen, bezogen wir Quartier im Katholischen Bildungszentrum St. Luzen, nahmen das Nachtessen in einer Hechinger Pizzeria ein und waren dann ziemlich bald im Bett, um am nächsten Tag fit zu sein für den Weg, der mit über 20km doch etwas anspruchsvoll war für den ersten Tag.


Montag, 2. September

Wir werden in St. Luzen frühstücksmäßig sehr verwöhnt; wir hören die Losungen des Tages und so sind wir gut gerüstet und gelaunt für die Strecke, die vor uns liegt. Um 10.10h geht´s los.
Der erste Halt, wo die „Fußgänger“ sich mit der Autofahrergruppe treffen, ist die Kirche St. Dionysios in Schlatt. Dort hat Pfarrerin Holtzhausen schon den Morgenimpuls bereit, den wir in der schönen Kirche auf- und mitnehmen für den heutigen Tag.

Dann geht´s weiter; die Kirche St. Silvester in Jungingen ist unser nächstes Ziel. Wir sind beeindruckt und stimmen spontan einige (Taizé-) Lieder in der Kirche an. Das Vesper nehmen wir auf Bänken, die an dem kleinen Kirchplatz stehen, ein. Ein älterer Herr sieht uns wenig später etwas ratlos an einer Straßenkreuzung stehen, erkennt uns als Jakobspilger und kommt herbei, um uns den richtigen Weg zu zeigen. Solch´ freundliche und aufmerksame Menschen findet man auch nicht alle Tage.

Der nächste Halt in einem Ort namens Killer (!) (nomen non est omen!), führt uns in die Kirche Mater Dolorosa.

Wie durch eine Fügung von oben begegnen wir nach Besichtigung der Kirche einer jungen Frau mit einem Baby, die uns erzählt, dass ihre Eltern Jakobspilger betreuen und den hiesigen Ortsverein gegründet hätten. Sie führt uns in ein verwunschen gelegenes Häuschen mit Garten, wo wir von den Eltern sehr freundlich empfangen und betreut werden. Nicht nur unsere Wasserflaschen werden aufgefüllt, auch den Pilgerstempel erhalten wir und außerdem zeigt uns der Vater den weiteren Weg nach Burladingen und schreibt uns alles detailliert auf; seine reizende Frau begleitet uns noch ein kleines Stück des Weges, damit wir uns nicht verlaufen. Der Weg ist in keinem Reiseführer aufgeführt, erweist sich jedoch als sehr schön, da er durch Wald und Feld führt und herrliche Ausblicke bietet.
Der Einzug in Burladingen ist weniger schön; nach vielem Asphalttreten durch ein Industriegebiet gelangen wir ins Stadtzentrum und zu unserem ersten Ziel, der Kirche St. Fidelis. Wir sind fassungslos: so etwas Hässliches haben wir selten gesehen: dunkle Monumentalarchitektur, der Innenraum einschüchternd, bedrückend. So recht ein Gebäude, wie man es sich für seine nationalsozialistische Entstehungszeit 1934 vorstellt; erstaunlicherweise geben die Fotos (Blitzlicht sei Dank) den düsteren Eindruck in keiner Weise wieder.
Mir vermittelt die Kirche den Gedanken, dass Gott, sollte er jemals nach Fertigstellung hier Wohnung bezogen haben, dann doch irgendwann Reißaus genommen hat ob so viel Abscheulichkeit. Wer könnte es ihm verdenken!

Wir genehmigen uns ein leckeres Nachtessen in einem griechischen Restaurant; daraufhin fährt Frau Redlich – eine andere Möglichkeit gibt es nicht – dankenswerterweise zweimal die Strecke von je 12km nach Melchingen hin und zurück; dort befindet sich nämlich unser Nachtquartier; diese Entfernung hätte uns Wanderer dann doch am Ende eines langen Tages etwas überfordert.
Wir lassen uns die Zimmer zuteilen und finden uns dann nochmals in einem kleinen Raum für eine Abendbesinnung zusammen. Ziemlich „geschafft“ sinken wir in die Betten….


Dienstag, 03. September

Ein frühes Frühstück ist nötig, da wir den Bus um 8.10h von Melchingen nach Burladingen erreichen müssen, dort beginnt die heutige Etappe.
Wir erreichen die barocke St. Georgs-Kirche; Licht und Sonne dringen durch die hellen Scheiben und wir erfreuen uns an diesem wunderbaren Anblick. Unsere Morgenandacht macht uns Mut für den vor uns liegenden Weg.
Wir erreichen um 12h die Kirche St. Mauritius in Neufra; sie erinnert mit ihrem gotischen Stil, den Heiligenstatuen und der Bemalung ein wenig an die Kirche St. Stefan in Konstanz.
Das anschließende Vesper gibt Kraft für den Nachmittag.

Das Kirchlein St. Gallus in Hermentingen besuchen wir um 15.45h.; es überrascht uns mit alten Fresken und einer nahe der Kirche gelegenen St. Gallus-Quelle. Gegen 18h  erreichen wir unser Etappenziel Veringenstadt.
Unglaublich, aber wahr: in ganz Veringenstadt ist nichts Essbares mehr aufzutreiben. Unsere freundliche Wirtin erklärt sich bereit, am Abend noch für uns zu kochen und tischt uns tatsächlich nach kurzer Zeit die jeweils gewünschten Essen auf.
Wir sitzen noch ein wenig beisammen und fallen dann müde ins Bett.


Mittwoch, 04. September

Wir frühstücken ausgiebig und verabschieden uns dann von unseren Wirtsleuten, um die Kirche St. Nikolaus, die auf einer Anhöhe liegt, aufzusuchen. Dort soll unser Morgenimpuls stattfinden. Enttäuschung: die Kirche ist geschlossen und die Vorbeikommenden wissen nicht, wer uns aufschließen könnte. So behelfen wir uns mit einem Morgenimpuls auf den Stufen der Kirche bzw. stehend; einige von uns steigen dann noch zu einer kleinen Kapelle oberhalb der Kirche auf, um den Ausblick von dort oben zu genießen. Dann geht es weiter nach Veringendorf, wo wir die Kirche St. Michael gottlob geöffnet finden. Wir vespern auf dem Kirchplatz, besuchen noch kurz den nebenan gelegenen Kindergarten, wo uns freundliche Kindergärtnerinnen noch ihre sanitären Einrichtungen benutzen lassen. Und die Kleinen freuen sich ganz offensichtlich über den ungewohnten Besuch und zeigen uns voller Stolz ihre kleinen Fahrzeuge, mit denen sie im Hof herumkurven.


Über Jungnau mit seiner Kirche St. Anna gehen wir um 13.30h weiter über steile Hänge, Stoppelfelder und durch liebliche Täler. Wir genießen diesen Tag in Gottes freier Natur mit traumhaften Ausblicken und bekommen obendrein noch herrliches Wetter beschert.  
Als wir nach Sigmaringen kommen, entsteht leichte Verwirrung, da die Autofahrer auf einer anderen Straße in die Stadt gekommen kommen sind als die Wanderer.

Gottseidank gibt es Handys und nach einigem Hin und Her finden alle die lauschige Gartenwirtschaft, wo die Autofahrer bereits auf uns warten und wir ein leckeres Abendessen bekommen, jede und jeder nach seinem Gusto.
Die Wanderer sind danach wieder fit genug, noch über eine Stunde zu Fuß weiter zu laufen. Der Weg die junge Donau entlang ist in der Abenddämmerung wunderschön romantisch, der Sonnenuntergang malerisch. Trotzdem sind wir froh, als die ersten Lichter von Inzigkofen vor uns auftauchen, wo unser Nachtquartier bestellt ist.  

Als wir in der Gaststube eintreffen, ist die Autofahrergruppe schon da und der örtliche Stammtisch – lauter gestandene Männer und eine Frau – begrüßen die Wanderer mit lautem Hallo. Nach dem Zimmerbezug finden sich alle noch auf der Terrasse des Gasthofs unter einem riesigen Schirm zur Abendmeditation zusammen. Allzu „alt“ werden an diesem Abend alle nicht, da wir todmüde sind.

Donnerstag, 05. September

Wir werden mal wieder frühstücksmäßig verwöhnt und brechen gegen 9.15h auf. In Inzigkofen halten wir in der Klosterkirche St. Johannes d. Täufer unseren Morgenimpuls. Das Kloster war für den kleinen Ort offensichtlich sehr bedeutend.
Wir laufen durch Wald und Feld nach Vilsingen zur Kirche St. Johannes und Paulus, die uns zu einer kurzen Meditation einlädt und uns sogar noch mit dem 12h-Läuten belohnt.

Und dann ziehen sich über unseren Köpfen schwarze Wolken zusammen und es brodelt ganz bedrohlich in der Ferne. Wir riskieren es, in den nächsten Ort Engelswies zu laufen und kommen prompt in den Regen, der uns unbarmherzig ins Gesicht peitscht. Ziemlich durchnässt kommen wir – mit der stillen Hoffnung auf ein „Kirchencafé“ in unmittelbarer Nähe der Kirche, dann in Engelswies an. Und – man glaubt es kaum -: gegenüber ist eine Pizzeria, die auch Kaffee und andere Kleinigkeiten anbietet. Schnell entscheiden wir uns, bevor die Pizzeria um 14h schließt, noch etwas Warmes zu uns zu nehmen. Wir sind in Stimmung, beim anschließenden Kirchenbesuch einige Taizé-Lieder zu singen und danach stellt sich die Frage: wie soll es weitergehen? Wir sind immer noch durchnässt, das Wetter ist unsicher und der vor uns liegende Weg durch Wald und Feld erscheint uns nach dem vorangegangenen Regen doch etwas riskant.
Wir entscheiden uns für den „Fahrdienst“ von Frau Redlich sowie ein herbeigerufenes Taxi.
So kommen alle trocken nach Messkirch, wo wir uns bei der Kirche treffen. Der hiesige Pfarrer ist zufällig in der Kirche St. Martin und erklärt uns Besonderheiten, z.B. ein Gemälde des berühmten anonymen „Meisters von Meßkirch“. Und auch Verbindungen nach Konstanz werden im Gespräch mit dem freundlichen Herrn offenbar.

Danach rücken wir in einem kleinen Café Tische und Stühle zusammen, um alle Platz zu finden. Bei Kaffee oder sonstigen Getränken und einem Stück Kuchen lassen wir die Pilgerreise ausklingen, bevor wir zur Bushaltestelle gehen, um mit Bus und Bahn über Stockach und Radolfzell die Heimreise anzutreten.

Pilgern im September –Mit einer gut gelaunten, recht homogenen Gruppe in wunderschöner Natur, wo jede und jeder sich nach Belieben anderen anschließen, oder auch mal alleine in sich selbst zurückgezogen wandern kann, eine neue, bereichernde Erfahrung.

Die geistlichen Impulse, die Frau Holtzhausen sehr liebevoll und immer auf den jeweiligen Tag passend vorbereitet hatte, haben uns während des Gehens begleitet und zu manchem Gespräch und Nachdenken angeregt.




Tauffest am See am 15.07.2018

Das Tauffest auf dem Gelände des Parkstiftes Rosenau stand auch dieses Jahr unter einem guten Stern. Zwar regnete es noch unmittelbar vor dem Aufbau der Sitzbänke, Musikanlage und des Buffets, aber dann kam die Sonne mit Macht zum Vorschein, sodass alle Helfer, bestehend aus Ehrenamtlichen, Konfirmanden und Eltern, frohgemut und tatkräftig mit anpacken konnten.

Den festlich gestalteten Gottesdienst begleitete der Posaunenchor und die Predigt wurde durch die frisch gebackenen Konfirmanden untermalt. Die Taufen selbst erfolgten an 3 Taufstellen durch unsere beiden Gemeindepfarrerinnen und eine Prädikantin.

Und am Ende des Gottesdienstes erhoben sich - wie schon an den vorangegangenen Seetaufen- Luftballons versehen mit den besten Wünschen für die Getauften in den wolkenlosen Himmel.

 
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